Nahrungsergänzungsmittel - Gesund oder schädlich?

In letzter Zeit werde ich gehäuft mit der Frage befasst: "Sind Nahrungsergänzungsmittel nun gesund oder schädlich? Man hört und liest in den Medien dazu so Unterschiedliches? Sie in Ihrer Ordination empfehlen einzelnen Patienten diese, anderen nicht!"
Klare Antwort: Beides. Schon Paracelsus wusste: Die Dosis (Menge) macht das Gift!
Ich möchte diese Aussage an einfachen verständlichen Beispielen erklären: Wir brauchen, um leben zu können, Sauerstoff; daher müssen wir atmen. Sollten wir mehrere Minuten nicht atmen, sterben wir. Sollten wir aber hyperventilieren (zu schnell und zu tief atmen) sterben wir nicht gleich, bekommen aber eine Hyperventilationstetanie (Krämpfe in Händen und Beinen). Oder: Sollten wir mehrere Tage nichts trinken, würden wir sterben. Sollte man, vor allem als Herz- oder Nierenerkrankter, innerhalb von 12 Stunden 10 Liter Wasser zu uns nehmen, wäre dies wahrscheinlich tödlich. Das  gleiche gilt für Medikamente (deshalb ist eine nicht vom Arzt verordnete Dosisanpassung bei Medikamenten strikt zu unterlassen), für die Ernährung und damit selbstverständlich auch für Nahrungsergänzungsmittel.
Dabei unterschieden werden muss: Welche essentielle Stoffe (Substanzen, die der Organismus braucht, aber nicht selbst produzieren kann) nimmt man mit der üblichen Nahrung zu sich und sind die Nahrungsergänzungsmittel pflanzlichen Ursprungs (sie werden aus Obst und Gemüse gewonnen) oder sie werden synthetisiert (chemisch hergestellt)?

Frage 1: Braucht der Mensch Nahrungsergänzungsmittel? Wenn man gesund ist und sich gesund ernährt: Nein! Bei einer Reihe von Erkrankungen kann es notwendig sein, gewisse essentielle Substanzen vermehrt zu sich zu nehmen. Dies kann in Form von "normalen" Lebensmitteln (z.B. bei Osteoporose in Form von Lebensmitteln mit erhöhtem Calzium- und Vitamin D-Gehalt) erfolgen, als Nahrungsergänzungsmittel in oraler Form oder auf Intensivstationen als Infusionen.
Frage 2: Welches Nahrungsergänzungsmittel, wann, wie oft und wie lange? Zur Antwort bedarf es der Kenntnis des Gesundheitszustandes bzw. des Krankheitsbildes! Und da Nahrungsergänzungsmittel nicht Nahrungsergänzungsmittel ist, ist eine medizinische Beratung unerlässlich! Als erster Ansprechpartner gilt sicher Ihr Arzt. Mit einer gesicherten Diagnose können gleichwertig auch medizinisch ausgebildete Diätberater ("Diätassistentin") oder Apotheker herangezogen werden.
Aber: Ein selbständiges "herumdoktern" kann lebensbedrohlich sein!
Genauso gehört ins Reich der Ammenmärchen, dass, wie so mancher selbsternannte Gesundheitsguru behauptet, ausschließlich mit Vitaminen man Krebs heilen könne.

Mögliche Schäden?  Bei den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen.
Personen, die auf blutverdünnende Substanzen wie Marcoumar (sie sind Vitamin K-Gegenspieler) eingestellt sind, kann eine durch Nahrungsergänzungsmittel zu hohe Zufuhr dieses Vitamins zu lebensbedrohlichen Zuständen führen!
Freie Radikale: Es handelt sich dabei um Substanzen, die unser Körper in sehr geringer Menge zum Überleben benötigt. Auf Grund vieler Faktoren haben, wir davon in unserem Organismus zu viele davon und diese schädigen uns. Bei einer Reihe von angepriesenen Substanzen wird in der Werbung ihre gute Wirksamkeit gegen diese freien Radikale angeführt. Aber Achtung: Bei einer täglichen Zufuhr von mehr als 2g Vitamin C werden diese völlig eliminiert und dies sonst so gute Vitamin wird zum Krankheitsauslöser!
Manche Nahrungsergänzungsmittel enthalten vermehrt Fructose (Fruchtzucker) und können bei Unverträglichkeit zu Bauchbeschwerden wie Schmerzen und Durchfall führen.
Eine Reihe von Nahrungsergänzungsmitteln enthalten nicht unwesentliche Kalorien. Da viele Personen, die Gewicht abnehmen, solche Produkte zu sich nehmen, sollte auch dieser Faktor nicht unterschätzt werden.
Für etwaige weitere Anfragen stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.

 

 

 

   

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